Lebendige Gewässer im Frühling – Sand- und lehmgeprägte Fließgewässer im Kreis Warendorf
Die ganztägige Exkursion führt uns auf eine Rundtour zu diversen, teils multifunktionalen Renaturierungsmaßnahmen durch das südliche und östliche Gebiet des Kreises Warendorf. In dieser Region liegen die sand-, kies- und lehmgeprägten Fließgewässer meist im landwirtschaftlich genutzten Raum. Dadurch stellt sich oftmals die Frage nach der Flächenverfügbarkeit. Hier bieten sich Kooperationen mit Landwirt*innen an – eine gute Kommunikation und Zusammenarbeit ist hier gefragt. Wie dies gelingen kann und welchen Beitrag viele (kleinere) Maßnahmen zur ökologischen Verbesserung der Fließgewässerqualität über die Jahre leisten können, erfahren Sie auf dieser Veranstaltung.
Die Veranstaltung findet in Zusammenarbeit mit den Wasser- und Bodenverbänden im Kreis Warendorf (WuB WAF), der Bezirksregierung Münster, der Unteren Wasserbehörde Kreis Warendorf (UWB WAF) sowie mit Unterstützung von Flächeneigentümern statt.
Eckpunkte
Anmeldung möglich
| VA-Nr. | 26-010 |
| Datum | 16.04.2026 um 09:00 Uhr – 16.04.2026 um 17:00 Uhr |
| Lernsetting | Präsenzveranstaltung |
| Veranstaltungsort | Neubeckum |
| Preis | 60,00 € / 40,00 € ermäßigt |
| Anbieter*in | |
| Anmeldeinformationen |
Die Anzahl der Teilnehmenden ist auf 50 Personen begrenzt. Es wird um frühzeitige Anmeldung gebeten. |
| Anmeldefrist | 02.04.2026 |
Merkmale
Diese SDGs werden von der Veranstaltung unterstützt
Besonderheiten
Beschreibung
Ziele
Die Teilnehmenden lernen Maßnahmenumsetzungen an sand- und lehmgeprägten Fließgewässern kennen. Sie erfahren, wie eine gute Kommunikation und Zusammenarbeit mit Landwirt*innen gelingen kann.
Die Inhalte und der Austausch untereinander bereichern und motivieren für die eigenen Planungen und Maßnahmenumsetzungen.
Inhalte
An insgesamt sechs Standorten werden kleine und mittelgroße Maßnahmen an sand- und lehmgeprägten Fließgewässern im Kreis Warendorf vorgestellt. Hierbei handelt es sich um verschiedene Renaturierungsmaßnahmen, bei denen begradigte Gewässerabschnitte wieder naturnah gestaltet wurden. Durch Laufverlängerungen, die Anlage von Sekundärauen, Totholzeinbau und den Rückbau von Querbauwerken werden Retentionsräume reaktiviert, die Durchgängigkeit verbessert und die Artenvielfalt gefördert. Neben ökologischen Aspekten wie Lebensraum- und Strukturvielfalt steht auch der Hochwasserschutz im Fokus. Insgesamt verdeutlichen die Projekte, wie Fließgewässer und Auen für eine eigendynamische Entwicklung zurückgewonnen werden können.
Methoden
Die Teilnehmenden erhalten Einblicke durch Vorträge im Bus und an den Standorten. Bisherige und neue Maßnahmenansätze werden diskutiert. Im Fokus steht der Austausch sowie die Vernetzung mit den Referierenden und weiteren Teilnehmenden.
Zielgruppen
Die Veranstaltung richtet sich an behördliche Einrichtungen, Planungs- und Ingenieurbüros, Biologische Stationen, Verbände, Vereine, weitere Interessierte.
Notwendige Kenntnisse/Fähigkeiten
Die Veranstaltung ist nicht barrierefrei.
Weitere Informationen
Renaturierung der Hessel und des Speckengrabens
/ © Marco Pfeil
Details
Bahnhof Neubeckum
Bahnhofstr. 1659269 Neubeckum
Natur- und Umweltschutz-Akademie NRW
Exkursionsleitung
Untere Wasserbehörde Kreis Warendorf (UWB WAF)
Exkursionsleitung
Wasser- und Bodenverbände im Kreis Warendorf (WuB WAF)
Exkursionsleitung
Referent:in
Referent:in
Referent:in
Referent:in
FachlichesOrganisationBarrierefreiheit
Eva Pier
eva.pier@nua.nrw.de
02361-305-3316
Organisation
VA-Orga@nua.nrw.de
02361 305-4001
ab 08:30 Uhr Anmeldung & Einstieg in den Bus
09:00 Uhr Abfahrt des Busses
09:20 Uhr Ökologische Verbesserungen am Oberlauf des Forthbaches in Oelde-Sünninghausen
Auf einer Länge von 470 Metern konnte dem Forthbach ein naturnaher Verlauf mit diversen Uferstrukturen und Lebensräumen zurückgegeben werden. In dieser Maßnahme standen neben der Aufwertung des Forthbaches auch die Verbesserung der Artenvielfalt im Vordergrund.
Referierende: Felix Homann, Ulrich Schulze-Sünninghausen
Busfahrt
10:00 Uhr Ökologische Verbesserungen am Unterlauf des Forthbaches im NSG Märzenbecher Wald
Der einst durch Nutzungs- und Eigentumsgrenzen begradigte Forthbach wurde im Jahr 2021 renaturiert und durch ein vorprofiliertes Initialgerinne mit Sekundäraue konnten wichtige Retentionsräume reaktiviert werden. Durch naturnahe Ufer- und Auengestaltung in Kombination mit Totholz erhält die Natur im Naturschutzgebiet Lebensraum und Diversität zurück.
Referierende: Christiane Vogel, Felix Homann
Busfahrt
10:50 Uhr Schrittweise Maßnahmenumsetzung am Axtbach in Beelen
Im Jahr 2025 hat die Umsetzung der Renaturierungsmaßnahme am Axtbach begonnen. Bei diesem Projekt soll neben der naturnahen Gestaltung des Axtbaches eine großzügig gestaltete Hochflutrinne bzw. wechselfeuchte Auenstruktur im Nahbereich des Gewässers angelegt werden. Diese Maßnahme befindet sich zu der Zeit voraussichtlich noch in der Umsetzungsphase.
Referierender: Felix Homann
Busfahrt
11:35 Uhr Laufverlängerung und eigendynamische Entwicklung an der Bever in Warendorf-Milte
Herstellung der Durchgängigkeit sowie naturnahe Gestaltung und Laufverlängerung der ehemals begradigten Bever von 140 auf 258 Meter in der Nähe des ehemaligen Klosters Vinnenberg. Erschließung eines weitflächigen Auenbereiches, Verbesserung des Hochwasserschutzes und natürlicher Gefälleabbau zur Verbesserung der Durchwanderbarkeit und eigendynamischen Entwicklung.
Referierende: Christiane Vogel, Felix Homann, Ulrich Fischer
12:15 Uhr Mittagessen
Busfahrt
13:40 Uhr Multifunktionale Maßnahmen an Hessel und Speckengraben
Ziel der Maßnahme war die Herstellung eines Trittsteins mit Entwicklungspotential zum Strahlursprung, die sowohl in der Hessel als auch im Speckengraben mit einer strukturellen und ökologischen Verbesserung einhergeht. Dazu wurden drei Sohlabstürze in der Hessel sowie ein ehemamliges Staubauwerk im Speckengraben um- bzw. zurückgebaut, um die Durchgängigkeit wiederherzustellen.
Referierender: Felix Homann
Busfahrt
15:05 Uhr Wieninger Bach
Im Jahr 2016 wurde die Maßnahme am Wieninger Bach im Ortsteil Warendorf-Hoetmar durch den Wasser- und Bodenverband Warendorf-Süd umgesetzt. Aufgrund der sehr begrenzten Flächenverfügbarkeit lag hier der Fokus auf strukturverbessernden Maßnahmen wie Entnahme des Uferbaus, Abflachen der Böschungen Einbringen von Totholz und Kiesbänken. Besonderheit dieser Maßnahme ist die Lage innerhalb des Ortskerns von Hoetmar sowie die angrenzenden öffentlichen Einrichtungen (Kindergarten und Grundschule) und deren Einbindung.
Referierende: Christiane Vogel
Busfahrt
15:50 Uhr Laufwiederherstellung und -verlängerung am Mussenbach
Begradigte Gewässerabschnitte des Mussenbach wurden abschnittsweise mäandrierend neutrassiert bzw. gewunden gestaltet, überprägte Auenbereiche und deren Böden wurden offengelegt und der Natur als Retentions- und Lebensraum zurückgegeben.
Referierende: Kristina Becker, Felix Homann, Thomas Schalkamp
Busfahrt
ca. 16:30 Uhr Ende der Exkursion am Bahnhof Neubeckum