Kursdetails

Lebendige Gewässer im Herbst - Die Ruhr zwischen Neheim-Hüsten und Fröndenberg

Auf der diesjährigen ganztägigen Exkursion mit Fahrrädern aus der Reihe "Lebendige Gewässer im Herbst" werden Renaturierungsmaßnahmen am Mittellauf der Ruhr vorgestellt. Dabei werden klassische Renaturierungsmaßnahmen, natürliche Uferabbrüche, Maßnahmen zur Durchgängigkeit als auch zur Wiedervernässung in den Fokus genommen.

Eckpunkte

Anmeldung möglich

VA-Nr. 26-017
Datum 24.09.2026 um 08:30 Uhr – 16:30 Uhr
Lernsetting Präsenzveranstaltung
Veranstaltungsort Neheim-Hüsten
Preis 60,00 € / 40,00 € ermäßigt
Anbieter*in
Natur- und Umweltschutz-Akademie NRW (NUA) in Kooperation mit der Bezirksregierung Arnsberg
Anmeldeinformationen

Die Anzahl der Teilnehmenden ist auf 35 Personen begrenzt.
Eine Anmeldung nach der Anmeldefrist ist aus organisatorischen Gründen leider nicht mehr möglich,

Anmeldefrist 10.09.2026
Merkmale
Diese SDGs werden von der Veranstaltung unterstützt

 
Was bedeuten die Icons?

Beschreibung

Ziele

Die Teilnehmenden besuchen die verschiedenen Renaturierungs- und Durchgängigkeitsprojekte und lernen die dort umgesetzten Maßnahmen kennen. Die Inhalte und der Austausch untereinander bereichern und motivieren für die eigenen Planungen und Maßnahmenumsetzungen.

Inhalte

Direkt an der Ruhr werden Maßnahmenumsetzungen unterschiedlicher Typen, Umsetzungszeiten und Zielsetzungen vorgestellt.

Methoden

Die Teilnehmenden erhalten Einblicke an den Standorten. Bisherige und neue Maßnahmenansätze werden diskutiert. Im Fokus steht der Austausch sowie die Vernetzung mit den Referierenden und weiteren Teilnehmenden.

Zielgruppen

Die Veranstaltung richtet sich an behördliche Einrichtungen, Planungs- und Ingenieurbüros, Biologische Stationen, Verbände, Vereine, weitere Interessierte

Notwendige Kenntnisse/Fähigkeiten

Die Veranstaltung ist nicht barrierefrei. Die Veranstaltung findet ausschließlich mit Leihrädern ohne Antrieb statt. Eine ausreichende körperliche Fitness für eine Fahrtstrecke von ca. 20 km wird vorausgesetzt. Die Rückfahrt von Neheim-Hüsten nach Fröndenberg muss individuell auf Selbstkostenbasis organisiert  werden. Eine Regionalbahn fährt halbstündig mit einer Fahrzeit von 13 Minuten.

Weitere Informationen

Es wird empfohlen, geeignetes festes Schuhwerk sowie wetterangepasste Kleidung zu tragen. V.a. auf den wenigen kurzen Abschnitten ohne Fahrradweg ist es sinnvoll, Sicherheitswestern zu tragen. Es sind die Exkursionsregeln der Veranstalter einzuhalten.
Blick auf ein renaturiertes Fließgewässer. Es sind Kiesbänke, Kiesinseln mit Bäumen im Fließgewässer sichtbar. Die Ufer sind mit Bäumen und Büschen bewachsen.

Blick auf die renaturierte Ruhr in Neheim

Details

Datum
Uhrzeit
Ort
Datum
24.09.2026
Uhrzeit
08:30 - 16:30 Uhr
Ort
Bahnhof Neheim-Hüsten
Eva Pier

Natur- und Umweltschutz-Akademie NRW

Exkursionsleitung

Jörg Drewenskus

Bezirksregierung Arnsberg

Exkursionsleitung

Anne Laumeyer

Biologische Station Kreis Unna Dortmund

Referent:in

Dipl.-Ing.(FH) Holger Kulik

Bezirksregierung Arnsberg

Referent:in

FachlichesOrganisationBarrierefreiheit

Eva Pier
eva.pier@nua.nrw.de
02361-305-3316

FachlichesOrganisation

va-orga@nua.nrw.de
02361-305-4001


24.09.2026

ab 08:15 Uhr Anmeldung und Übernahme der Leihräder
Treffpunkt: Vorplatz Bahnhof Arnsberg-Neheim-Hüsten

09:00 Uhr Abfahrt mit den Rädern


Maßnahme 1: Neheim-Binnerfeld
Diese Maßnahme ist von der Stadt Arnsberg mit Landesförderung von 2007-2013 in mehreren Bauabschnitten durchgeführt worden. Die Ruhr wurde aus ihrem Ausbauprofil durch Entfernung der Wasserbausteine und Abgrabung von Sekundäraubereichen herausgenommen. Alte Ruhrweiden wurden als Inselbäume belassen. Laufverzweigungen, zahlreiche Ufer- und Inselbänke mit Totholzansammlungen kennzeichnen den Bereich.

Leitung: Jörg Drewenskus, Bezirksregierung Arnsberg

Maßnahme 2: Bachum
Ende der 1990er Jahre hat sich die Ruhr bei Bachum durch ein Hochwasser eigendynamisch verlagert. Das Land NRW hat Teile der Aue erwerben können, um der Ruhr weiterhin die Möglichkeit für eigendynamische Entwicklungen geben zu können. Gleichzeitig wurde von 2019 bis 2020 auf einer Strecke von 1600 m die Ruhr aufgeweitet, Kiesinseln hergestellt und im Bereich des Bachumer Baches eine großflächige Sekundäraue mit Stillgewässern geschaffen. Der Ablauf der Kläranlage Neheim wurde geöffnet und der Bachumer Bach in die Sekundäraue verlegt.

https://www.bra.nrw.de/umwelt-gesundheit-arbeitsschutz/umwelt/wasserwirtschaft-und-gewaesserschutz/fluesse-und-auen/renaturierung-der-ruhr/renaturierungsmassnahme-bachum-bauzeit-2019-2020

Leitung: Holger Kulik, Bezirksregierung Arnsberg

Maßnahme 3: Füchtener Bogen
Bei dieser Maßnahme handelt es sich um eine eigendynamische Entwicklung der Ruhr, die seit 2000 bis heute ihren begradigten, mit Eichenpfählen und Wasserbausteinen befestigten Lauf verlassen hat. Steiluferabbrüche, umfangreiche Kiesbänke, Tiefrinnen und Stillwasserbereiche sowie vielfältige Strukturen eines schottergeprägten Mittelgebirgsflusses können hier erlebt werden.

Leitung: Jörg Drewenskus, Bezirksregierung Arnsberg

ca. 12:30 – 13:30 Uhr Mittagessen


Maßnahme 4: Wickede
Diese Maßnahme ist eine landeseigene Maßnahme, die im Jahre 2024 abgeschlossen werden konnte und ist bereits der zweite fertiggestellte Abschnitt der Ruhr bei Wickede. Die Ruhr wurde hier - beginnend in unmittelbarer Nähe der Ortslage Wickede- renaturiert, indem das Gewässer aufgeweitet und naturraumtypische Uferstrukturen sowie flach überströmte Kiesbänke geschaffen wurden. Durch eine neu profilierte Hochflutrinne kommt es frühzeitig zur Ausuferung in Richtung Ausleitungsstrecke, zur Verbesserung des Abflussregimes und gleichzeitig auch des Hochwasserschutzes der Ortslage Wickede. Der Wimbernbach als einmündendes Nebengewässer wurde organismendurchgängig an die Ruhr angebunden.

Leitung: Holger Kulik, Bezirksregierung Arnsberg

https://www.bra.nrw.de/umwelt-gesundheit-arbeitsschutz/umwelt/wasserwirtschaft-und-gewaesserschutz/fluesse-und-auen/renaturierung-der-ruhr/renaturierungsmassnahme-wickede-ii-bauzeit-2023-2024

Maßnahme 5: Kiebitzwiese
Das Naturschutzgebiet Kiebitzwiese ist etwa 43 ha groß und umfasst landseitig Aueflächen der Ruhr, die vor über 100 Jahren durch einen Damm von der fließenden Welle der Ruhr abgetrennt worden sind. Dieses tiefer liegende Gebiet wurde durch Wasserableitung aus dem Rammbach, der oberhalb in die Ruhr mündet, in mehreren Bauabschnitten durch Anlage von Blänken und eines stark gewundenen Verbindungsgewässers dauerhaft vernässt. Die vernässten Grünlandbereiche werden von Heckrindern extensiv beweidet. Zusätzlich wurden 2 große Teich artige Bereiche ausgehoben, wobei der Erdaushub zu jeweiligen Aussichtshügel modelliert wurde. Von diesen Aufsichtshügeln lässt sich hinter Sichtschutzwänden die Tierwelt ungestört beobachten.

https://bsundo.de/Heckrindprojekte/

Leitung: Anne Laumeyer, Biologische Station Kreis Unna | Dortmund

Maßnahme 6: Wehr und Fisch-Aufstiegsanlage Schwitten

Das Wehr Schwitten leitet die Ruhr in einen etwa 1,8 km langen Turbinen-Obergraben zur Wasserkraftanlage ab. Die Fallhöhe am Wehr beträgt 5,60 m. Die Ausleitungsstrecke der Ruhr ist mit einer Mindestwasserführung durch die Fisch-Aufstiegsanlage (FAA) mit vorgeschalteter Wasserkraftschnecke gespeist, die 2023 als technischer Vertical-Slotpass fertiggestellt wurde.

Leitung: Anne Laumeyer, Biologische Station Kreis Unna | Dortmund

ca. 16:20 Uhr Ende der Exkursion am Bahnhof Fröndenberg
Von dort bei Bedarf individuelle Rückfahrt zum Bahnhof Neheim-Hüsten. Eine Zugverbindung mit der Regionalbahn wird halbstündig angeboten. Die Fahrtzeit beträgt 13 Minuten.


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