Alternative Kulturbegründung
Im Bereich des Forstamtes Bergisches Land gingen 16.000 Hektar Fichtenwald durch Dürre und Borkenkäfer verloren. Auch wenn schon etwa ein Drittel der Waldfläche durch Neuanpflanzungen und Naturverjüngung wieder bewaldet sind, steht noch eine gewaltige Fläche aus. Da kommen neue Wege für die Wiederbewaldung in den Blick. In Kürten-Bechen erproben Waldeigentümer*innen und Förster*innen eine Kombination aus Naturverjüngung und der Pflanzung von Großpflanzen von ca. 1,5 Metern als alternative Form der Kulturbegründung. Verschiedene Flächen, auf denen unterschiedliche Arten der Wiederbewaldung unter Praxisbedingungen erprobt werden, erwarten uns.
Eckpunkte
Anmeldung direkt bei Anbieter*in.
| VA-Nr. | 26-273 |
| Datum | 16.05.2026 um 14:00 Uhr – 16.05.2026 um 17:00 Uhr |
| Lernsetting | Präsenzveranstaltung |
| Veranstaltungsort | Kürten-Bechen |
| Preis | kostenfrei |
| Anbieter*in | |
| Anmeldefrist | 14.05.2026 |
| Anmelden per E-Mail | wanderung@sdw-rbk.de |
Diese SDGs werden von der Veranstaltung unterstützt
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Beschreibung
Ziele
In Zeiten des Klimawandels sind vorausschauende Strategien für die Wiederbewaldung geboten. Dass diese einerseits vom Standort, aber genauso von den Möglichkeiten der Bewirtschaftenden abhängen, führt zu einer aus Naturschutzsicht gewünschten Vielfalt. Der hier verfolgte Ansatz, eine Kombination von Großpflanzen und Naturverjüngung, ist eine interessante Bereicherung der Möglichkeiten zur Wiederbewaldung.
Inhalte
Die Wiederaufforstung kahler Waldflächen ist nicht nur gesetzlich vorgeschrieben. Sie ist aus einer Vielzahl von Gründen geboten: Schutz vor Erosion und Bodendegradation, Vermeidung von Nitratauswaschungen und Hitzebildung, Bindung von Kohlenstoff, Erhalt der Ökosystemleistungen, Wasserretention (Wasserrückhalt in der Landschaft), Sicherung von Biodiversität...
Wenn man berücksichtigt, dass für eine komplette Neubepflanzung auf der Fläche von einem Hektar Wald etwa 2.000 Jungpflanzen benötigt werden, ist schnell klar, dass diese Art der Wiederbewaldung auf keinen Fall kurzfristig zu verwirklichen ist. Zeit, Arbeitskraft, Pflanzgut, Geldmittel – nichts davon ist in den benötigten Mengen verfügbar. Also suchen Waldbesitzende und Förster*innen nach Alternativen. Neben Naturverjüngung und Trupppflanzungen wird in Kürten-Bechen die Pflanzung von Großpflanzen ohne Einzelschutz erprobt. So können teure Schutzmaßnahmen gegen Wildverbiss vermieden werden, während größere Bäume schneller für eine Stufigkeit des Waldes, Schatten und Schutz der Naturverjüngung sorgen und gleichzeitig den Umbau zu einem laubholzdominierten Bestand sicherstellen.
Methoden
Geführter Waldspaziergang mit Erklärung eines sachkundigen Försters.
Zielgruppen
Alle, die offen sind, alternative Formen der Wiederbewaldung kennenzulernen.
Mit neuen Konzepten den Waldumbau gestalten
/ © Schutzgemeinschaft Deutscher Wald Rhein-Berg / Leverkusen
Details
Waldgebiet östlich von Kürten-Bechen
St.-Antonius-Weg51515 Kürten-Bechen
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