BNE lokal-global durch Integration von indigenem Wissen am Beispiel der Karen aus Thailand - Online-Vorbereitung
Bei dieser Veranstaltung handelt es sich um die Online-Einführung zu einem Präsenztermin, anschließend erfolgt eine Online-Nachbereitung.
Eckpunkte
Anmeldung möglich
| VA-Nr. | 26-322 |
| Datum | 21.04.2026 um 15:30 Uhr – 21.04.2026 um 17:00 Uhr |
| Lernsetting | Onlineveranstaltung |
| Veranstaltungsort | Online |
| Preis | kostenfrei |
| Anbieter*in | |
| Schule der Zukunft |
Diese Veranstaltung ist im Landesprogramm 1/3 anrechenbar
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| Anmeldefrist | 16.04.2026 |
Merkmale
Diese SDGs werden von der Veranstaltung unterstützt
Beschreibung
Ziele
- Einblicke in indigene Kulturen, ihr Wissen sowie die Vermittlung und der Erhalt traditionellen Wissens angesichts von Krisen und den Herausforderungen einer nachhaltigen Entwicklung
- Verständnis für den Zusammenhang zwischen biologischer Vielfalt und sprachlich-kultureller Vielfalt indigener Völker
- Methodische Anregungen für den Unterricht im Freien und für die Auseinandersetzung mit indigenem Wissen im Zusammenhang mit Lehrplanthemen
- Impulse zur Förderung folgender Kompetenzen bei den Schüler*innen:
- Lösungsansätze für Zielkonflikte in der nachhaltigen Entwicklung entwickeln und prüfen
- Perspektivwechsel einnehmen und Empathie gegenüber anderen Lebensweisen fördern
- Über Werte und Traditionen der eigenen Gesellschaft bzw. Kultur im Zusammenhang mit den Auswirkungen des Klimawandels und anderer Krisen sowie dem Umgang damit reflektieren
Inhalte
Indigene Völker sind weltweit beheimatete Urbevölkerungen und umfassen etwa 300 bis 500 Millionen Menschen. Sie leben auf allen Kontinenten, sprechen eigene Sprachen und pflegen vielfältige Kulturen. Viele ihrer Lebensräume zählen zu den globalen Hotspots der Biodiversität. Von rund 6.900 Sprachen in über 220 Ländern werden schätzungsweise 4.000 bis 5.000 von indigenen Völkern gesprochen. Anhand einer Karte der Biodiversitäts-Hotspots und der weltweiten Sprachverbreitung wird deutlich, wie eng sprachliche und biologische Vielfalt miteinander verknüpft sind und welche zentrale Rolle indigene Völker für den Erhalt dieser für das Leben auf der Erde notwendigen Vielfalt spielen. Dennoch gehören sie in vielen Ländern zu den diskriminierten Bevölkerungsgruppen.
Mit diesen Zusammenhängen beschäftigen wir uns am Beispiel der Karen, die zu den indigenen Bevölkerungsgruppen Thailands zählen und im Hochland eine Form des rotierenden Reisanbaus betreiben. Diese komplexe Anbauweise ist an die Bergwaldregion und ihre biologische Vielfalt angepasst und spiegelt Werte wie nachhaltige Ressourcennutzung sowie den Respekt vor Naturgeistern, Wasser, Land und Wald wider. Wissen über Waldbewirtschaftung, Umweltbeziehungen und Ökosysteme wird in der Karen-Kultur praxisnah weitergegeben – etwa durch die Mitarbeit der Kinder auf den Feldern – sowie durch Geschichten und Fabeln, die erzählt oder vorgelesen werden.
Auf Grundlage dieser Zusammenhänge und des Beispiels widmet sich der Workshop den Möglichkeiten einer praktischen, lehrplanrelevanten Umsetzung des SDG 4.7 mit einem besonderen Fokus auf den Beitrag kultureller Vielfalt zur Bildung für nachhaltige Entwicklung.
SDG 4.7: „Bis 2030 sicherstellen, dass alle Lernenden die notwendigen Kenntnisse und Qualifikationen zur Förderung nachhaltiger Entwicklung erwerben, unter anderem durch Bildung für nachhaltige Entwicklung und nachhaltige Lebensweisen, Menschenrechte, Geschlechtergleichstellung, eine Kultur des Friedens und der Gewaltlosigkeit, Weltbürgerschaft sowie die Wertschätzung kultureller Vielfalt und des Beitrags der Kultur zu nachhaltiger Entwicklung.“
Methoden
- Präsentation
- Austauschrunden und Vorstellung des INFOE-Materials
- Ausblick auf den Outdoor-Teil
Zielgruppen
Die Veranstaltung richtet sich an Multiplikator*innen der schulischen und außerschulischen Bildungsarbeit, Lehrkräfte weiterführender Schulen sowie BNE-Akteur*innen, Natur-, Umwelt- und Wildnispädagog*innen.
Weitere Informationen
Der Zusammenhang zwischen biologischer und kultureller Vielfalt kann besonders gut draußen erfahren werden
/ © Melanie Christmann-Koch
Details
Onlineraum
Online
Für diesen Kurs sind keine Termine vorhanden.
Fachliches
Sabine Schielmann
sabine@infoe.de
0178 1407642
OrganisationBarrierefreiheit
Jennifer Kappmeier-Klenk
jennifer.kappmeier-klenk@nua.nrw.de
02361 305-6361
21.04.2026
15:30 Uhr – Begrüßung
Einfinden und Vorstellungsrunde (mit Fotoübung zu wer oder was ist eigentlich „indigen“?)
15:50 Uhr – Interaktive Einführungspräsentation
Indigene Völker und ihr Wissen in der Bildungsarbeit
Sabine Schielmann
INFOE – Institut für Ökologie und Aktionsethnologie
16:10 Uhr – Input Karen
Lebensweise der Karen, Veränderungen infolge des Klimawandels, traditionelles Wissen u.a.; kurzes Video; Online-Austausch mit einer Karen Vertreterin (Englisch)
Suraporn Suriyamonton
INFOE - Partnerin, Pestalozzi Children’s Foundation, Thailand
16:45 Uhr – Abschluss und Feedback
Kurze Vorstellung INFOE-Material und Ausblick für Outdoor-Tag; Feedback mit ‚answergarden‘
Sabine Schielmann
INFOE – Institut für Ökologie und Aktionsethnologie