Kursdetails
Veranstaltung "BNE lokal-global durch Integration von indigenem Wissen am Beispiel der Karen aus Thailand - Online-Nachbereitung" (Nr. 328) wurde in den Warenkorb gelegt.

BNE lokal-global durch Integration von indigenem Wissen am Beispiel der Karen aus Thailand - Online-Nachbereitung

Bei dieser Veranstaltung handelt es sich um die Online-Nachbereitung zu einem Präsenztermin, vorab gibt es ebenfalls eine Online-Vorbereitung (BP Nr. 26-322).

Eckpunkte

Anmeldung möglich

VA-Nr. 26-328
Datum 02.07.2026 um 15:30 Uhr – 02.07.2026 um 17:00 Uhr
Lernsetting Onlineveranstaltung
Veranstaltungsort Online
Preis kostenfrei
Anbieter*in
Anmeldeinformationen

INFOE - Institut für Ökologie und Aktionsethnologie

Schule der Zukunft
Diese Veranstaltung ist im Landesprogramm 1/3 anrechenbar
Anmeldefrist 29.06.2026
Merkmale
Diese SDGs werden von der Veranstaltung unterstützt

 
Was bedeuten die Icons?

Beschreibung

Ziele

  • Einblicke in indigene Kulturen, ihr Wissen, die Vermittlung und den Erhalt traditionellen Wissens angesichts von Krisen und den Herausforderungen einer nachhaltigen Entwicklung
  • Verständnis für Zusammenhang zwischen biologischer Vielfalt und sprachlich-kultureller Vielfalt indigener Völker
  • Methodische Anregungen für den Unterricht im Freien und die Beschäftigung mit indigenem Wissen im Zusammenhang mit Lehrplanthemen
  • Impulse zur Förderung folgender Kompetenzen bei den Schüler*innen:

- Lösungsansätze für Zielkonflikte in der nachhaltigen Entwicklung entwickeln und prüfen

- Perspektivwechsel und Empathie gegenüber anderen Lebensweisen fördern

- Über Werte und Traditionen in der eigenen Gesellschaft/Kultur im Zusammenhang mit Auswirkungen von und Umgang mit Klimawandel und Krisen nachdenken

Inhalte

Indigene Völker sind Ureinwohner*innen weltweit und umfassen etwa 300 bis 500 Millionen Menschen. Sie leben auf allen Kontinenten, sprechen eigene Sprachen und pflegen eigene Kulturen. Viele ihrer Lebensräume gehören zu den globalen Hotspots der Biodiversität. Von rund 6.909 Sprachen in über 228 Ländern werden 4.000 bis 5.000 von indigenen Völkern gesprochen. Anhand einer Karte mit den Hotspots der Biodiversität und der Verbreitung der Sprachen weltweit wird deutlich, wie sprachliche und biologische Vielfalt verknüpft sind und welche zentrale Rolle indigene Völker für den Erhalt dieser für das Leben auf der Erde notwendigen Vielfalt spielen. Dennoch gehören indigene Völker in vielen Ländern zu den diskriminierten Bevölkerungsgruppen.


Mit diesen Zusammenhängen beschäftigen wir uns anhand des Beispiels der Karen, die zu den Ureinwohnern Thailands gehören und Reisanbau im Hochland in Rotationsform betreiben. Die komplexe Anbauweise ist an die Bergwaldregion und ihre biologische Vielfalt angepasst und reflektiert Werte wie nachhaltige Ressourcennutzung sowie Respekt vor Naturgeistern, Wasser, Land und Wald. Wissen über Waldbewirtschaftung, Umweltkontakt und Ökosysteme wird in der Karen-Kultur praktisch weitergegeben – etwa durch die Mitarbeit der Kinder auf dem Feld – und durch Geschichten und Fabeln, die erzählt oder vorgelesen werden.


Anhand der Zusammenhänge und des Beispiels beschäftigen wir uns im Workshop mit den Möglichkeiten der praktischen, lehrplanrelevanten Umsetzung des SDG 4.7, mit einem Fokus auf den Beitrag kultureller Vielfalt zur Bildung für nachhaltige Entwicklung.


SDG 4.7: „Bis 2030 sicherstellen, dass alle Lernenden die notwendigen Kenntnisse und Qualifikationen zur Förderung nachhaltiger Entwicklung erwerben, unter anderem durch Bildung für nachhaltige Entwicklung und nachhaltige Lebensweisen, Menschenrechte, Geschlechtergleichstellung, eine Kultur des Friedens und der Gewaltlosigkeit, Weltbürgerschaft und die Wertschätzung kultureller Vielfalt und des Beitrags der Kultur zu nachhaltiger Entwicklung.“

Methoden

  • Präsentation, Austauschrunden und Vorstellungen der Erfahrungen
  • Feedback

Zielgruppen

Die Veranstaltung richtete sich an Multiplikator*innen der schulischen und außerschulischen Bildungsarbeit, Lehrkräfte weiterführender Schulen sowie BNE-Akteur*innen, Natur-, Umwelt- und Wildnispädagog*innen.

Weitere Informationen

Die Termine können unabhängig voneinander gebucht werden, es wird jedoch emfohlen, alle drei zu besuchen.
Eine Gruppe Lernender lauscht auf einem freien Feld in hügeliger Landschaft dem Vortrag der Referentin, die ein Plakat mit der Welt und der Überschrift "Biologische Vielfalt und indigene Völker bedroht" hochhält.

Der Zusammenhang zwischen kultureller und biologischer Vielfalt kann besonders gut draußen erfahren werden.

Details

Onlineraum


Online

Für diesen Kurs sind keine Termine vorhanden.

FachlichesOrganisation

Sabine Schielmann
sabine@infoe.de
0178 1407642

OrganisationBarrierefreiheit

Jennifer Kappmeier-Klenk
jennifer.kappmeier-klenk@nua.nrw.de
02361 305-6361


02.07.2026

15:30 Uhr – Begrüßung

Einfinden und Vorstellungsrunde mit Symbol

15:45 Uhr – Präsentationen der Teilnehmenden

Präsentation der Erfahrungen, Umsetzung und Unterrichtseinheiten von Teilnehmenden der Workshop-Reihe; Wertschätzung und Rückmeldungen/Fragen der anderen TN

Moderation Sabine Schielmann

INFOE – Institut für Ökologie und Aktionsethnologie

16:45 Uhr – Abschluss und Feedback

Abschließende Fragen/Anregungen und Feedback zur 3-teiligen Schulung

Sabine Schielmann

INFOE – Institut für Ökologie und Aktionsethnologie

17:00 Uhr – Ende


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