Multiplikator*innenworkshop: BNE lokal und global durch Integration von indigenem Wissen
Entdecken Sie den Zusammenhang zwischen biologischer Vielfalt und der sprachlich-kulturellen Vielfalt anhand des Naturverständnisses indigener Völker.
Eckpunkte
.
Anmeldung direkt bei Anbieter*in.
| VA-Nr. | 26-355 |
| Datum | 16.06.2026 um 09:30 Uhr – 16:30 Uhr |
| Lernsetting | Präsenzveranstaltung |
| Veranstaltungsort | Krefeld |
| Preis | kostenfrei |
| Anbieter*in | |
| Anmeldeinformationen |
Teilnahme an den Onlinekursen zur Vor- und Nachbereitung (Nr. 26-322 am 21.4. / 26-328 am 02.07.) |
| Schule der Zukunft |
Diese Veranstaltung ist im Landesprogramm voll anrechenbar
|
| Anmeldefrist | 05.06.2026 |
| Anmelden per E-Mail | gaby.borg@zookrefeld.de |
Merkmale
Diese SDGs werden von der Veranstaltung unterstützt
Anmeldung direkt bei Anbieter*in. Mehr Information finden Sie bei den Eckpunkten.
Beschreibung
Ziele
- Beschäftigung mit dem Zusammenhang zwischen sprachlicher/kultureller Vielfalt von Gesellschaften und der biologischen Vielfalt in dem von ihnen bewohnten geografischen Gebiet
- Die Bedeutung von Diversität und Inklusion für eine nachhaltige Nutzung von Ökosystemen erkennen
- Einblick in das komplexe Wissen indigener Völker im Umgang mit ihrer Umwelt und ihrer Beziehung zum Waldökosystem erhalten
Inhalte
Indigene Völker sind Ureinwohner*innen weltweit und umfassen ca. 300–500 Millionen Menschen auf allen Kontinenten. Sie sprechen eigene Sprachen und pflegen eigene Kulturen. Viele ihrer Lebensräume gehören zu den globalen Hotspots der Biodiversität. Sie haben eine sehr enge Beziehung zu ihrer natürlichen Umwelt und sind in besonderem Maße von den biologischen Ressourcen abhängig. Deshalb bemühen sich indigene Völker um ein Leben im Gleichgewicht mit der Natur und um eine nachhaltige Nutzung der biologischen Vielfalt und sind oft die besten Hüter der biologischen Vielfalt. Ihr Wissen über Pflanzen und Ökosysteme ist unersetzlich. Indigene Völker nehmen eine zentrale Rolle in der kulturellen und sprachlichen Vielfalt der Erde ein. Doch in vielen Ländern gehören sie zu den diskriminierten Bevölkerungsgruppen. Auch fließt Ihr Heilpflanzenwissen in viele westliche Errungenschaften ein, ohne dass Sie dafür entlohnt werden (Biopiraterie).
Im Multiplikator*innen-Workshop werden über Wahrnehmungsübungen, Geschichten und Übungen auf dem Gelände des Zoos Einblicke in indigene Kulturen, ihr Wissen und deren Erhalt angesichts von Krisen und den Herausforderungen einer nachhaltigen Entwicklung gegeben. Kenntnisse und Verständnis für Zusammenhänge zwischen biologischer Vielfalt und sprachlich-kultureller Vielfalt und der Blick auf Nachhaltigkeit und globale Herausforderungen werden erweitert.
Mit praktischen Übungen erfahren wir von den kulturellen Praktiken der Karen aus Thailand, der Resilienz der Karamojong in Uganda sowie dem guten Leben der Kichwa in Ecuador. So wird deutlich, dass indigenes Wissen einen Mehrwert und neue Perspektiven für die Bildungsarbeit bietet.
Anhand eines Rollenspiels zum Thema Stevia wird das Problem der Biopiraterie erlebbar.
Wie kann indigenes Wissen in der Naturvermittlung von BNE-Themen umgesetzt werden? Wir geben methodische Anregungen für den Unterricht und die Beschäftigung mit indigenem Wissen im Zusammenhang mit Lehrplanthemen. In Gruppenarbeit werden schließlich eigene Unterrichtseinheiten entwickelt.
Ein Rundgang durch das Regenwaldhaus des Zoos mit den Schwerpunkten Nutz- und Heilpflanzen rundet die Veranstaltung ab.
Methoden
- Weltverteilungsspiel – einmal anders
- Zuordnungsübungen
- Fallbeispiele
- „Landmarks“-Geschichten
- Rollenspiel
- Gruppenarbeit
Zielgruppen
Die Veranstaltung richtet sich an Lehrer*innen der Sek I und II, BNE/BtE-Referent*innen und Pädagog*innen.
Kakaofrucht im Regenwaldhaus des Krefelder Zoos
/ © Zoo Krefeld, Gaby Borg
Details
BNE-Regionalzentrum Zoo Krefeld
Uerdinger Straße 37747800 Krefeld
Für diesen Kurs sind keine Termine vorhanden.