Geprüfte*r Natur- und Landschaftspfleger*in
Was machen geprüfte Natur- und Landschaftspfleger*innen?
Geprüfte Natur- und Landschaftspfleger*innen sind nach erfolgreicher Ausbildung gefragte Fachkräfte im Natur- und Kulturlandschaftsschutz. Sei es in der Landschaftspflege, im Rahmen von Projekten im Naturschutz, oder der Wissensvermittlung und Öffentlichkeitsarbeit: Sie planen und gestalten aktiv unsere Landschaft mit! Dies kann beispielsweise als Angestellte*r bei einer Kommune, einem Kommunalverband oder einem Landschaftspflegeverband erfolgen, oder als Gebietsbetreuer*in eines Nationalparks, Naturparks o.ä. Es ist ebenfalls möglich, die Tätigkeit auf selbstständiger Basis auszuüben.
An wen richtet sich der Lehrgang?
Dieser Lehrgang richtet sich an Personen, die einen Ausbildungsberuf im Bereich Landwirt*in, Gärtner*in, Forstwirt*in, Rievierjäger*in, Winzer*in, Fischwirt*in, Tierwirt*in oder Wasserbauer*in erfolgreich absolviert haben und seit mindestens drei Jahren praktisch in ihrem Beruf tätig sind.
Inhalte und Organisation des Lehrgangs
Der Lehrgang umfasst insgesamt ca. 640 Unterrichtsstunden, die in vier Teile aufgeteilt sind. Sie beinhalten neben Grundlagen und Maßnahmen des Naturschutzes und der Landschaftspflege auch rechtliche Fragen sowie Methoden zur Informationstätigkeit und Besuchendenbetreuung.
Der Unterricht findet blockweise in ca. 18 Unterrichtswochen im Versuchs- und Bildungszentrum Landwirtschaft Haus Düsse in Bad Sassendorf statt (https://www.landwirtschaftskammer.de/duesse/).
Prüfung und Zertifikat
Die Prüfung setzt sich, wie der Lehrgang, aus vier Teilen zusammen. Dabei werden schriftliche Prüfungen und die praktische Arbeit im Gelände kombiniert. Die Prüfungen finden in der Regel an drei Tagen Anfang Dezember des jeweiligen Lehrgangsjahres auf dem Gelände von Haus Düsse in Bad Sassendorf statt. Alle vier Prüfungsteile werden bewertet, die Gesamtnote wird aus dem arithmetischen Mittel errechnet.
Derzeit stellt dieser Abschluss noch keine fachliche Eignung nach dem Berufsbildungsgesetz dar, sie kommt aufgrund der Prüfungsstruktur und –inhalte jedoch einer Meisterprüfung nahe.
Warum geprüfte*r Natur- und Landschaftspfleger*in?
Unsere Natur- und Kulturlandschaften nehmen eine wichtige Schlüsselrolle ein: Sie werden intensiv genutzt, vielfältig verändert, dienen als Lebens- und Erholungsraum für Mensch und Tier und müssen gleichzeitig zunehmend geschützt werden, um Klimawandel und Biodiversitätskrise standhalten zu können. Dieser Spagat kann nur durch eine Kombination aus guter Pflege und Betreuung, Wissensvermittlung und Wertschätzung für die Besonderheiten von Natur und Kultur gemeistert werden. Als geprüfte*r Natur- und Landschaftspfleger*in leisten Sie einen aktiven Beitrag zu diesen Themen und tragen so zum Erhalt der Natur bei.
Wie melde ich mich an?
Die Anmeldung zum Lehrgang erfolgt über die Homepage der Landwirtschaftskammer NRW:
https://www.landwirtschaftskammer.de/bildung/gaertner/fortbildung/natur-und-landschaftspfleger.htm
Was kostet der Lehrgang?
Die Gesamtkosten des Lehrgangs betragen zurzeit ca. 5.500€ zzgl. Prüfungsgebühr (ca. 650€). Kosten für Unterbringung und Verpflegung sowie Anreise u.a. sind nicht enthalten.
